Lange Zeit habe ich mit unterschiedlichen Fetten nicht viel anfangen können. Ich war der Ansicht, dass Fette an sich nicht gesund sind, dick und krank machen. Mittlerweile weiß ich, dass Fette nicht nur lebenswichtig sind, sondern dass man zwischen “guten” und “schlechten” Fetten unterscheiden muss. Dann gibt es noch das Vorurteil gegenüber Vegetariern und Veganern, sie würden essentielle Fettsäuren wie Omega 3 gar nicht aufnehmen können, da sich diese nur in “fetten” Fischen befinden würden. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten “gute”, vegane Fette aufzunehmen, ob durch Avocado, Nüsse oder durch Öle.
Im Allgemeinen sind ungesättigte Fette gesund, während ein Übermaß an gesättigten Fetten ungesund ist. Besonders böse sind dann noch die gehärteten und verarbeiteten Fette (Transfettsäuren), wie sie oft in Knabberzeug, Fertigessen & Co enthalten sind.
Je ungesättigter eine Fettsäure ist, desto gesünder ist sie. Omega 9 ist eine einfach-ungesättigte Fettsäure, Omega 6 eine zweifach- ungesättigte und Omega 3 eine mehrfach ungesättigte Fettsäure und somit am gesündesten.

Omega 3 ist in Hanf-, Raps-, Walnuss-, Weizenkeim- und Sojaöl in besonders hoher Konzentration vorhanden. Leinöl ist jedoch das einzige Öl, welches mehr Omega 3 als Omega 6 enthält (nämlich 1:3). Zu beachten ist nämlich bei der Aufnahme von Fetten auch ihr Verhältnis zueinander. Es wird empfohlen reichlich Omega 9 und Omega 3 zu konsumieren, jedoch Omega 6 nur sparsam zu sich zu nehmen, da es schon in hohen Konzentrationen in Nahrungsmitteln vorhanden ist. Das empfohlene Verhältnis von Omega 6: Omega 3 ist 5: 1. In Ländern wie Deutschland liegt das Verhältnis jedoch oft bei 15: 1. Ein zu viel an Omega 6 kann entzündungsfördernd sein, während gerade Omega 3 als entzündungshemmende Fettsäure positive Effekte auf Verdauung und Immunsystem hat.

Olivenöl ist vom Verhältnis Omega 6 zu Omega 3 noch relativ neutral und kann vielseitig benutzt werden. Sonnenblumenöl enthält viel Omega 6 und sollte eher mit Olivenöl oder dem besonders gesunden Rapsöl ersetzt werden.

Wichtig ist auch Öle wie Lein,- und Walnussöl nicht zu erhitzen, da sie dadurch schnell ihre Struktur und somit auch ihre gesundheitsfördernde Wirkung verlieren. Oliven-, Raps-, und Hanföl sind zwar erhitzbar, haben aber einen niedrigen Rauchpunkt, so dass sie zum Frittieren eher nicht benutzt werden sollten. Am besten ist es die Öle unerhitzt zu benutzen, ob in Salaten, Brotaufstrichen oder über Gemüse. Am besten sollte Leinöl auch gekühlt und dunkel gelagert werden, da es sehr empfindlich ist und eine kurze Haltbarkeit nach Öffnung hat.

Wir benutzen Raps- und Olivenöl zum Braten/Backen, Walnussöl und Olivenöl auch für Salate. 1 TL Leinöl kommt jeden morgen über das Müsli und garantiert eine ordentliche Omega 3 Portion für den Tag. Manche essen Leinöl auch gerne mit Kartoffeln. Ich muss sagen, dass mich der Geschmack nicht besonders umhaut und deshalb habe ichs ganz gern, dass man im Müsli das Leinöl nicht herausschmecken kann.
Wer mehr dazu erfahren will, der kann z.B bei Wikipedia was dazu lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fetts%C3%A4uren#Gesundheitliche_Bedeutung
http://de.wikipedia.org/wiki/Omega-3-Fetts%C3%A4uren